Home » Deutsch » Warum das Programm

Warum das Programm

Der Ems-Dollart ist ein wunderschönes und seltenes Naturschutzgebiet, das einzige Ästuar des Wattenmeeres. Einer der letzten Orte in den Niederlanden, an dem Süß- und Salzwasser zusammenkommen. Das macht ihn zu einem besonderen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Der Ems-Dollart liegt in der Nähe wichtiger Niederländischer und Deutscher Industriegebiete. Natur und Industrie können gut miteinander auskommen, wenn es ein gutes Gleichgewicht gibt. Das ist jetzt nicht der Fall. Wenn wir nichts unternehmen, wird dieses schöne Naturgebiet verloren gehen!

WAS IST MIT DER NATUR LOS?

Die Natur im Ems-Dollart ist stark gestört. Es ist zu viel Schlick im Wasser, was zu einem Rückgang der Fische, Vögel und Pflanzen führt. Das trübe Wasser verhindert auch, dass die Fische richtig wandern können. Außerdem gibt es zu wenig geeignete Lebensräume für Vögel, Fische und kleine benthische Tiere, die in ein Ästuar passen.

WAS IST SONST NOCH LOS?

Rund um den Ems-Dollart und das Wattenmeer hat sich in den letzten Jahren viel getan. Emshafen entwickelt sich zu einem nationalen Energiehafen und die chemische Industrie in Delfzijl wird nachhaltiger. Aufgrund des Klimawandels steigt der Meeresspiegel und es steht weniger Süßwasser für Landwirtschaft und Industrie zur Verfügung. Auch die Lebensqualität gerät durch Erdbeben, Bevölkerungsrückgang und Bodensenkungen unter Druck.

WAS TUN WIR DAGEGEN?

Im Programm Ems-Dollart 2050 (ED2050) arbeiten Regierungen, Natur- und Umweltorganisationen und Unternehmen zusammen, um Natur, Wirtschaft und Lebensqualität zu stärken.  Wir wollen drei Ziele erreichen: Reduzierung der Trübung, Stärkung natürlicher Lebensräume und Umgang mit dem Klimawandel. Lesen Sie hier, wie wir diese Ziele im Zeitraum 2021-2026 erreichen wollen.

WARUM GIBT ES SO VIEL SCHLICK?

In den letzten Jahrhunderten wurden große Flächen rund um den Ems-Dollart urbar gemacht. Dadurch blieb wenig Raum, in dem sich der Schlick absetzen konnte. Außerdem wurden die Fahrrinnen im Laufe der Zeit tiefer und breiter gemacht. Durch die stärkere Gezeitenströmung gelangt mehr Schlick in den Ems-Dollart, während sich weniger Schlick absetzen kann. Durch die häufigen Baggerungen und Verklappungen werden die Schlickpartikel ständig aufgewirbelt. All diese Veränderungen führten dazu, dass das Wasser des Ems-Dollarts immer trüber wurde.