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Unser Vorgehen

Durch das ED2050-Programm schützen und restaurieren wir die besondere Natur im Eems-Dollart. Dies erreichen wir, indem wir das Wasser weniger trüben machen und naturliche Lebensräume verbessern. Unsere Maßnahmen müssen klimaadaptiv sein. Durch diese Maßnahmen wird die Natur gestärkt und das Land besser vor den Folgen des Klimawandels geschützt. Gleichzeitig wird Raum für wirtschaftliche Entwicklung und Erholung geschaffen. Im Zeitraum 2021-2026 setzen wir verschiedene Strategien ein, um Lösungen zu finden:

  • Entnahme und nützliche Verwertung von Schlick: Wir entnehmen strukturell große Mengen an Feinsedimenten aus der Ems-Dollart und nutzen diese an Land. Zum Beispiel: die Lotsen Lehmreifung, Breiter Grüner Deich und Hebung landwirtschaftlicher Flächen. Unser Ziel ist es, um in 2026 minimal 1 Million Tonnen Schlick jährlich aus dem System zu entfernen.
  • Sedimentation außerhalb des Deichs und Verstärkung der Natur: Wir schaffen geschützte Zonen außerhalb der Deiche, in denen sich Schlammpartikel absetzen können und Unterwassertiere, Fische und Vögel leben können. Zum Beispiel die Pioniersalzwiese in Delfzijl und das Nistgebiet Stern in der Ems.
  • Neue Lebensräume innerhalb des Deichs und Schlickfang: Entlang der Küste schaffen wir Naturräume, um den harten Übergang zwischen Meer und Land und zwischen Süß- und Salzwasser zu mildern. Zum Beispiel der Pilot-Doppeldeich und die Neugestaltung der Polder Breebaart, Kleine und Groote Polder.
  • Sand und Schlick intelligenter ausbaggern und verklappen: Wir untersuchen, ob eine andere Art des Ausbaggerns und Verklappens von Schlick die Trübung verringert und Lebensräume erhält, die durch den Anstieg des Meeresspiegels verloren zu gehen drohen.
  • Brutgebiete und Hochwasserrastplätze: Wir überwachen die derzeitigen Brutgebiete und Hochwasserrastplätze und untersuchen, ob eine Erweiterung erforderlich ist.
  • Qualitätsverbesserung Gewässerboden und Unterwasserleben: Wir untersuchen, ob es möglich ist, Muscheln in der Ems-Dollart zu erholen und das Unterwasserleben wiederherzustellen. Zum Beispiel die Hond-Paap-Restaurierung von Miesmuschelbänken, die Errichtung eines ‘Wald aus Pfählen’ an denen sich Muscheln anheften können, die Einreintung von Tidebecken entlang und die Pilot-Riffblöcke.
  • Naturpflege innerhalb und außerhalb des Deiches: Wir werden neu erschlossene Naturgebiete besser schützen, indem wir sie von Anfang an verwalten und dazu klare Vereinbarungen treffen.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEUTSCHLAND

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist eine Voraussetzung für die Verwirklichung eines gesunden Ästuars. Diese Zusammenarbeit äußert sich u.a. in der Ausarbeitung einer Strategie für das ökologische Sedimentmanagement und dem Austausch von Wissen. Dabei soll die Möglichkeit gemeinsamer Pilotprojekte und eines gemeinsamen Ansatzes für das Sedimentmanagement geprüft werden.

ANPASSUNGSFÄHIG ARBEITEN

Ems-Dollart 2050 ist ein adaptives Programm, bei dem wir ständig auf neue Erkenntnisse und Entwicklungen reagieren. In einem dynamischen System wie dem Ems-Dollart können diese Entwicklungen manchmal rasant sein. Deshalb bleiben wir mit Wissensaufbau und Monitoring am Puls der Zeit. Wichtig für die adaptive Arbeit sind auch die Evaluierung und Fortschrittskontrolle der Projekte.