Home » Deutsch » Unsere Ambitionen

Unsere Ambitionen

Seit vielen Jahren sind die Trübung des Ästuars und die damit verbundenen Auswirkungen Gegenstand der Forschung. Das Ziel des Programms ED2050 ist es, die ökologische Situation des Ems-Dollart-Ästuars zu verbessern. Wir streben ein gesundes Ästuar an, das die europäischen Ziele der Wasserrahmenrichtlinie und von Natura 2000 erfüllt. Auf dieses langfristige Ziel arbeiten wir Schritt für Schritt hin. Dabei reagieren wir stets auf veränderte Erkenntnisse und neue Einsichten.

ÖKOLOGISCHES ZIELSZENARIO

Im Jahr 2050 hat sich das Emsästuar an den Klimawandel angepasst. Die natürlichen, dynamischen Prozesse im Ästuar werden so wenig wie möglich durch menschliche Eingriffe behindert. Das Wasser der Ems-Dollart ist klarer und bietet ausreichend Nahrung an der Basis der Nahrungskette. Es gibt genügend gesunde Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Es gibt auch wieder fließende Übergänge zwischen Wasser und Land sowie zwischen Süß- und Salzwasser. Pflanzen und Tiere, die sich in einem solchen brackigen, verschlammten Übergangsbereich wohlfühlen, sind massiv vorhanden, zum Beispiel Maifisch, Flunder, Rotschenkel und Säbelschnäbler.

Ökologie und Ökonomie im Gleichwicht

Obwohl der Schwerpunkt des Programms auf der ökologischen Verbesserung liegt, gehen unsere Ambitionen darüber hinaus. Das übergeordnete Ziel besteht darin, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen, d. h. Synergien mit anderen Themen wie Wassersicherheit, Klimaanpassung, regionale Wirtschaftsentwicklung und Lebensqualität zu schaffen.

ANPASSUNGSFÄHIG ARBEITEN

ED2050 bietet einen strukturellen Ansatz. Er verknüpft kurzfristige konkrete Maßnahmen mit der längerfristigen Vision. Um mit den langfristigen Unwägbarkeiten umzugehen, hat das Programm einen adaptiven Charakter. Es kann an neue Erkenntnisse, Einsichten und veränderte Umstände angepasst werden.

ERSTER ZEITRAUM

In den ersten fünf Jahren (2016-2021) liegt der Schwerpunkt auf der Erforschung der Wirksamkeit und Durchführbarkeit von Maßnahmen, die das Trübungsproblem angehen und die Lebensräume entlang des Küstengebiets verbessern. Dies geschieht durch die Durchführung verschiedener innovativer Pilotprojekte und Projekte zur Verbesserung des Ems-Dollart-Systems. Es ist jedoch nicht klar, ob die Maßnahmen auch eine grundlegende Veränderung des Systems bewirken werden. Deshalb ist die Forschungs- und Überwachungsagenda von ED2050 ein wichtiger Pfeiler, um mehr Erkenntnisse über das System, die Wirksamkeit der Maßnahmen und die gemessenen Verbesserungen zu gewinnen.

ZWEITE PERIODE

Für die zweite Periode (2021-2026) wird der Programmplan die ökologische Zielsituation weiter schärfen und noch größere Anstrengungen zur Klimaanpassung unternehmen. Außerdem werden wir das Projekt mit politischen Zielen wie Lebensqualität, Erholung und Zukunftsperspektiven für die Landwirtschaft verknüpfen. In der zweiten Tranche geht es um das Upscaling von Pilotprojekten zu größeren Projekten, die eine strukturelle ökologische Erholung der Ems-Dollart zum Ziel haben. Lesen Sie mehr im Programmplan 2021-2026 Ems-Dollart 2050.